Chronik |
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Kurzer geschichtlicher Abriss der Vorm. Privil. Schützengesellschaft 1306 Bamberg e.V. Die lange Geschichte des Bamberger Schützenvereins, Vorm. Privil. Schützen- gesellschaft 1306 Bamberg e. V., zeugt von der großen gesellschaftlichen und politischen Bedeutung in der Vergangenheit. Bamberger Schützen haben in ihrem fast 700 jährigen Bestehen nicht nur Geschichte erlebt, sondern auch aktiv mitgestaltet. Betätigen sich die Mitglieder der Schützengesellschaften heute ausschließlich sportlich, so waren sie im Spätmittelalter eine städtische Institution und Garanten für die Sicherheit ihrer Stadt und deren Bürger. |
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| 1306 | begann offiziell das Schützenwesen in Bamberg. Dies
belegt eine altehrwürdige Pergamentschrift – Protokoll des Magistrates von
Bamberg – die heute im Besitz des Historischen Vereins und von einmaliger
Bedeutung für unsere Schützengesellschaft ist, da sie die früheste
Nachricht vom Vorhandensein von Schützen zum größten Teil
namentlich in diesem Protokoll aufgelistet sind |
| im 14 Jh. | werden urkundlich mehrfach Schützen erwähnt und
Schützenfeste treten seit 1389 in Bamberg in Erscheinung. 1406 nahmen
Bamberger Schützen am Preisschießen in Forchheim, 1433 in Nürnberg
und Schweinfurt teil, was aus dem Ladebrief und einem Schützenbrief
vom 07. Dezember 1478 ersichtlich ist. |
| 1468 | ist zum ersten Mal urkundlich eine Schießhütte "eine
Brücke bei der Schießhütte" belegbar. Das Gelände der erwähnten
Schieß- hütte befand sich zwischen dem Gasthof „Zum Eckenbüttner“
(Maxplatz 2) und der Stadtmauer längs der heutigen
Franz-Ludwig-Straße. |
| 1550 | war die vom Bischof Weigand v. Redwitz gegebene erste "Ordnung
und Satzung" als landesherrliche Verleihung der Rechtsper-sönlichkeit
für „Hanndt Püchsen Schützen“ anzusehen. |
| 1626 | ließ Fürtsbischof Johann Georg Fuchs von Dornheim das sog. "Trudenhaus" (Hexenhaus) auf dem Schießplatz der Stahl-schützen
errichten. Das Gebäude befand sich an der Stelle der Stahlhütte
(Armbrustschießhaus) auf dem heutigen Grundstück Franz-Ludwig-Str.
7. Man zog dann damals in das Gebiet vor das
Langgassen – Tor. |
| 1632 | am 12. Juni ließ der von den Schweden eingesetzte Bamberger Stadt-kommandant
Galimbato auch dieses Schießhaus am Langgassen-Tor abbrechen, um eine
Schanze für das Aufstellen eines Geschützes zu errichten. Als
Ersatz überließ er den Schützen den konfiszierten Grundbesitz
von Haus und Garten des Stiftfeindes Adam Hermann von Rotenhahn, der sich
längs der Stadtmauer zwischen Lange Str. 46 und Generalsgasse 15 befand. |
| 1656 | wurde die „Ordnung und Satzung“ mit der „Original-Konfirmation“
durch Bischof Veit von Rieneck bestätigt. |
| 1752 | am 06 April wurde von Bischof Anton von Frankenstein eine neue reformierte
Schützenordnung erlassen. Das Original befindet sich im Besitz der
Schützengesellschaft 1306 (Stadtarchiv). |
| 1770 | errichtete man das Schießhaus am Schönleinsplatz mit einer
Schießanlage in Richtung Hain, welches im April 1893 aus Sicherheitsgründen
und aus Gründen der Stadterweiterung abge-brochen wurde. Vom Jahre 1814
bis zum Abbruch der Stätte wurden dort alljährlich Freischießen
und Volksbelustigungen abgehalten. |
| 1802/03 | erfolgte im Rahmen der Säkularisation die Einverleibung des Hochstiftes
von Bamberg in das Kurfürstentum von Bayern, dadurch entstand eine
Rivalität zwischen der staatlichen Landeswehr und den überwiegend
bürgerlichen Mitgliedern der Schützengesell-schaft. |
| 1847 | am 13. Juni fasste die Generalversammlung der Schützengesell-schaft
ihre Statuten neu, um dem Drängen der Offiziere und Mann-schaften, Mitglieder
zu werden, ein Ende zu machen; hierbei mußte darauf geachtet werden,
daß die Neufassung der Statuten am 12. Juli behördlicherseits
genehmigt wurde. |
| 1848 | und in den späteren Jahren interpretierte man die
Statuten-änderung vom 13. Juni 1847 mit dem Argument, daß dadurch der Landwehr
der Einfluss auf die Geschicke der Schützenge-sellschaft genommen werden sollte.
Die politische Entwicklung in dieser Zeit (1848) führte auch zur Gründung
eines freiheitlich gesinnten Bamberger Turnvereins, sowie eines Lesevereins,
welche zu-nächst ein Gastrecht und später ihren Sitz auf dem Anwesen
hatten. Die lose Verbindung zwischen dem Turnverein und dem Lese-verein und
den Schützen führte zu einer Identifizierung von politisch aktiven
Kräften in Bamberg mit der Schützengesellschaft. |
| 1853 | am 10. Mai fasste der Stadtmagistrat den Beschluß,
wonach er die Schützengesellschaft zu einem politischen Verein erklärte. Hierbei
spielte auch der Vorfall, von Mitte Januar 1847, um die damals vielgenannte
Gräfin von Landsfeld, alias Lola Montez, eine beachtliche Rolle. Hier
zeigten die Bamberger Schützen eine nicht gebührende Haltung,
bei ihrer Durchreise durch Bamberg. |
| 1853 | am 26.August wurde bekannt, daß das im Schützenhaus befindliche
Wandbild des Königs von Bayern von einem unbe-kannten Täter beschädigt
wurde. |
| 1853 | am 30. August schrieb die Staatsregierung an den Stadtmagistrat von Bamberg,
daß sofort mit der Schließung des Schützen-hauses zu rechnen
sei, wenn sich Zusammenhänge zwischen den Mitgliedern und dem Unfug
am Königsbild ergäben. Dies konnte jedoch nie belegt werden. |
| 1853 | am 05. September war es dann soweit, unerwartet und berechtigt fasste
der Magistrat von Bamberg gem. Art. 19 den Beschluß, die Schützengesellschaft
mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Die Begründung hierfür
lautete: Der Ausschuss der Schützen-gesellschaft bestehe aus eklatanten
Demokraten, die Unter-bringung des Turnvereins des Lesevereins im Schießhaus
und auf dem Gelände der Schützengesellschaft, sowie die lose Verbindung
der drei Vereinigungen sei eine Konzentration von demokratischen Agitatoren.
Die Auflösung war im Endeffekt ein verspäteter Racheakt der Kommunalverwaltung
im Hinblick auf die Aktivitäten der politischen Wirren in den 48er
Jahren. Gleichfalls beantragte der Stadtmagistrat beim Kreis- und Stadt-gericht die Eintragung einer Vormerkung unter Hinweis auf § 44 der Statuten der Gesellschaft, wonach bei einer Auflösung der Schützengesellschaft das gesamte Vermögen in das Eigentum der Stadt überging. |
| 1853 | am 06. September d. h. einen Tag nach der Auflösungsverfügung,
unterrichtete das Landwehrkommando den Magistrat, daß eine neue Schützengesellschaft
gebildet worden sei und erbat gleich-zeitig um die Übergabe des Schützenhauses.
Diesem Wunsche kam der Stadtmagistrat am 14. September nach und überließ
das Schießhaus der neuen/alten Schützengesellschaft vorerst proviso-risch.
Konkret kann man davon ausgehen, daß hierbei nur der Vorstand gewechselt
wurde. |
| 1854 | am 15.März hatte sich der neue Oberschoßmeister der Schützen-
gesellschaft, von Welsch, an den Magistrat gewandt mit der Bitte, die Rückgabe des
Schießhauses an die Schützengesellschaft baldgefälligst
in Vollzug zu bringen. Nach der rechtskräftigen Entscheidung des Bay.
Staatsministeriums des Innern wurde am 22. März das Anwesen an die
neu gebildete Schützengesellschaft zur Nutznießung und am 26. Mai 1856 definitiv überlassen. |
| 1854 | am 22. März beschloss der Polizeisenat der Stadt Bamberg, die "neue"
Schützengesellschaft in das Verzeichnis der nicht politi-schen Vereine
einzutragen mit der Hoffnung, die Schützenge-sellschaft möge sich
um Mitglieder aus der Bürgerschaft bemühen. |
| 1868 | übernahm die Stadt Bamberg mit dem Einverständnis der Schützengesellschaft
das Gelände des Schießgartens am alten Schützenhaus von
der Ecke der Kegelbahn bis zum Kugelfang, um es für Bauplätze
zu verwenden. Die Schützengesellschaft erhielt dafür die Schießstätte
am Kaipershof als Gegenleistung. Es wurden vier Standscheiben mit 175 m
Länge, zwei Feld-scheiben mit 300 m Länge, zwei Pistolenstände
und eine Schießhalle mit Zielerwohnung errichtet. Im Oktober wurde
die vom Stadtbau-meister Lorenz Madler erbaute moderne Anlage in Betrieb
ge-nommen. |
| 1875 | am 12. Juli wurde der Schützengesellschaft vom königlichen Be-zirksgericht der Titel „Anerkannter Verein“ zugesprochen. |
| 1892 | errichtete die Schützengesellschaft nach den Entwürfen des Architekten
Gustav Häberle mit einem Kostenaufwand von 100.000 Mark das im neubarocken
Stil ausgeführte "neue Schützenhaus" am Schönleinsplatz.
Dieses Schützenhaus diente fast aus-schließlich gesellschaftlichen
Zwecken. Von 1893 bis nach dem 2. Weltkrieg war das Haus der Mittelpunkt
des Bamberger Gesell-schaftslebens. 1954 wurde dieses herrliche Gebäude
abge-brochen, um einen Neubau der Stadtsparkasse Platz zu machen. |
| 1900 | am 08. Juni wurde die Schützengesellschaft in das Vereinsregister
beim Amtsgericht Bamberg eingetragen. |
| 1900 | im Sommer, nach kaum 20 Jahren hatte die Stadtentwicklung auch die Kaipershofschießstätte
erreicht. Die Sicherheit wurde von polizeilicher Seite erneut in Frage gestellt
und die Schließung verlangt. Man zögerte die Translozierung durch
mancherlei Vorsichtsmaßnahmen hinaus. Der Magistrat erwog, anstelle
der Schießstätte eine Gartenbauschule zu schaffen. Die Schützen-gesellschaft
zeigte sich für diesen Vorschlag offen, allerdings unter der Bedingung,
daß der Magistrat ihr bei der Suche einer passenden Schießstätte
und der Hypothekentransformierung helfe. |
| 1903 | am 15. April fasste die Generalversammlung der Schützenge-sellschaft
den Beschluß, eine neue moderne Schießstätte am Rande der Stadtgrenze – Hauptmoorwald – hinter der Mariensäule
an der Pödeldorfer Straße zu errichten. |
| 1905 | wurde dann diese neue Schießanlage an der heutigen Eichen-dorffstraße
vom 1. Schützenmeister Kommerzienrat Heinrich Manz feierlich eröffnet.
Erweiterungen der Baulichkeiten erfolgten 1913 und in den 20er Jahren unter
dem Oberschoßmeister Franz Veit und seinen Nachfolger. Nach dem 2.
Weltkrieg wurde diese Anlage unter der Ära des Optikermeisters Will
Kastner gründlich renoviert und – neben einer 2 Bahnanlage für
Sportkegler – nach den neuesten Anforderungen ausgebaut, so daß
die Anlage durch ihre Leistungsfähigkeit weit über den Grenzen
Bambergs hinaus geschätzt wurde. |
| 1960 | d.h. in den 60er Jahren war es wieder Mal so weit, daß die fort-schreitende
Bebauung (Stadtentwicklung) die Schützenge-sellschaft in arge Bedrängnis
brachte. Die Angrenzer fühlten sich derart belästigt, so daß
polizeiliche Anordnungen die Schützenge-sellschaft zum Nachdenken und
Handeln veranlasste. Ende der 60er Jahre machte man sich daran eine neue
Schießstätte außer-halb des Wohnbereiches der Stadt Bamberg
zu suchen. Hier bot sich der Schützengesellschaft zufällig das
alte, zum Verkauf anstehende Forsthaus Kunigundenruh an. |
| 1970 | im Februar versuchte die Schützengesellschaft unter dem Namen "Mitteilungsblatt" für ihre Mitglieder eine Zeitung (DIN A5) heraus zu bringen. Mit dem Aufruf einen geeigneten Namen zu finden, war eine Prämierung (1 Flasche Sekt) verbunden. Ehrenschützen-meister Heinz Bittel wurde mit seinem Vorschlag - Kunigunden-kurier und dem Kürzel KUKU – mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der Name steht noch heute. |
| 1970 | am 09. Mai nahm der damalige 1. Vorstand Heinrich Klug die Grundsteinlegung für ein Schießsportzentrum vor, das im nord-bayerischen Raum auch heute noch einmalig ist. Es entstand eine Anlage mit 72 Schießständen
für Luftgewehr, Sportpistole, laufende Scheibe, jagdliches Schießen und ein Turnierplatz für Bogen-schützen. Neben der Schießsportanlage wurde auch für die Sport-kegler eine Kegelanlage mit vier vollautomatischen Bundes-kegelbahnen errichtet. |
| 1972 | im Juli wurde auf dem vereinseigenen, 4,5 ha großem Grund-stück, eine im großzügigsten Stil geschaffene Schießanlage für Sport-schützen eingeweiht. Neben dem Sportstättenbau wurde auch das alte Forsthaus Kunigundenruh umgestaltet und erweitert. Das heutige Schützenhaus Kunigundenruh der Vorm. Privil. Schützen-gesellschaft
1306 Bamberg e.V. liegt mitten im Hauptsmoorwald vor den Toren der alten Kaiserstadt Bamberg und bietet neben einem Festsaal, zwei Konferenzräumen, einer Gaststätte, Fremdenzimmern und viel Atmosphäre. Gleichzeitig zur Eröffnung der Sportanlage in Kunigundenruh, brachte die Schützengesell-schaft eine Jubiläumszeitschrift unter dem Namen "666 Jahre Vorm. Privil. Schützengesellschaft 1306 Bamberg e.V." heraus. Archivar Karl Arneth zeichnete dafür verantwortlich. |
| 1977 | im Juni erlebte die Sportkegelabteilung der SG 1306, inszeniert von Hans
Jung von 1306 und Rudolf Koch seitens der Frankenkegler, einen enormen Aufschwung,
als sie mit dem damals renommier-testen „Sportkegelclub Franken Bamberg
„ fusionierte und 80 Kegler mit allen Rechten und Pflichten in die
Schützengesellschaft 1306 integrierte. Zum Abteilungsleiter wurde der
bisher 1. Vorstand der Frankenkegler, Rudolf Koch
gewählt. |
| 1981 | im 675. Jubiläumsjahr seit bestehen der Schützengesellschaft,
entstand ein 50m Stand mit 8 Schießbahnen für Schwarzpulver-schützen
und ein FITA-Bogen-Turnierplatz. Es erschien eine Jubiläumsbroschüre
"675 Jahre Vorm. Privil. Schützengesellschaft 1306 e.V."
die von dem Abteilungsleiter der Sportkegelabteilung, Rudolf Koch erarbeitet
wurde. |
| 1986 | nach Jahren schwerer finanzieller Belastungen war man soweit saniert und
wieder in der Lage notwendige Investitionen zu tätigen. Die Elektronikerneuerung
an den Sportkegelbahnen, die Errichtung eines Unterstellhauses am Bogenplatz
und die Neugestaltung und Integration einer Schießsporthalle mit 20
Ständen für Luftdruck-waffen und Armbrust, unter der Planung und
Leitung vom 2. Vor-stand Rudolf Koch, erweiterte die Attraktivität der
Sportanlage Kunigundenruh um ein vielfaches. Die kirchliche Weihe, in Form
eines ökumenischen Gottesdienstes erfolgte am 21. Juli durch Pater
Eugen Wetzel und Pfarrer Wrensch. |
| 1986 | feierte die Schützengesellschaft ihr 680 jähriges Bestehen.
Neben einem großartigen Sportprogramm für Sportschützen
und Sport-kegler auf bayerischer Ebene, veranstaltete man auch erstmals am
20. und 21. September einen Tag der offenen Tür mit einem Schießen
für Jedermann auf allen Ständen. Ehrenschützenkommissar und Oberbürgermeister Paul Röhner, der diese Veranstaltung eröffnete, wurde von der Vorstandschaft mit 11 Böllerschüssen aus einer geliehenen Kanone begrüßt. Hier wurde in das Programm (nach 300 Jahren) ein Bürgerkönigs-schießen aufgenommen. Auf der vom Oberbürgermeister Paul Röhner gestifteten achteckigen Bürgerkönigscheibe (Nachbildung "der Rote Ritter" aus früheren Jahren) wurde der Bürgerkönig verewigt. Die Bevölkerung konnte durch fachkundige Schießleiter und Schützenmeister auch einmal hinter die Mauern von Kunigundenruh schauen und viele quittierten dies mit ihrem Beitritt in die Schützengesellschaft. |
| 1987 | taufte man den Tag der offenen Tür um und kreierte die Bamberger
Schießsporttage. 1. Vorstand Rudolf Koch, ein Vor-stand ganz nach Tradition
und Brauchtumspflege eingestellt, gestaltete das Programm an beiden Tagen
(03. und 04. Oktober) vollkommen neu. Neben dem Bürgerkönigsschießen
nahm man noch das Ratsherrenschießen und das Geburtstagsschießen
des Ehren-schützenkommissars und Oberbürgermeister Paul Röhner
auf. Zur Eröffnung wurde der Oberbürgermeister mit 11 Böllerschüssen
aus den mittlerweile eigenen Kanonen begrüßt. Seit 203 Jahren
hegte man den Wunsch eigene Kanonen zu besitzen. Während dieser Veranstaltung
wurden, die vom 2. Vorstand Herbert Willinganz gebauten 3 Böllerkanonen,
getauft. Die Taufpatin Gudila Freifrau von Pölnitz und Dr. Klaus Baron
von Andrian-Werburg waren persönlich anwesend. Beide Taufpaten stifteten
zu diesem Anlass je eine Schützenscheibe. Der Sieger des Ratsherrenschießens
wurde auf der von Stadträtin Frau Irene Hottelmann gestifteten Ratsherrenscheibe
verewigt. Die Gesellschaft beschloss die Schießsporttage ins jährliche Veranstaltungsprogramm aufzunehmen. |
| 1991 | hat man Kunigundenruh an das Kanalnetz, Pödeldorf-Bamberg an-geschlossen
und somit die Vorraussetzung geschaffen, den Hotel-betrieb von der Ausstattung
in die Ebene mit höherem Niveau zu bringen. Durch die ebenfalls zur
gleichen Zeit totale Restaurierung der Gastronomie wurde Kunigundenruh zu
einem Ambiente mit besonderer Note. |
| 1992 | im Juni war die längst die fällige Renovierung und Umbaumaß-nahme
der Kegelbahnen abgeschlossen. Aus sportlichen Gründen wurde es erforderlich,
daß die alten Asphaltbahnen mit neuem Kunststoffbelag versehen
wurden. |
| 1993 | beschloss die Schützengesellschaft, mit dem Einvernehmen der Kreishandwerkerschaft,
Kreishandwerksmeister Dipl. Ing. und Baumeister Kaspar Reinfelder, das
Sportprogramm der Bamberger Schießsporttage um ein Zunft- und Handwerker-schießen
zu erweitern. Der Sieger hierfür wurde auf der Zunft- und Handwerker-scheibe,
gestiftet vom Gewerberat und Malermeister Robert Valtin, verewigt. Aufgenommen
in das Programm war die Enthüllung eines Gedenksteines zu Ehren des
Erbauers der Sportstätte und damaligen 1. Vorstand Heinrich Klug.
Auch Ehrenoberschieß-meister Domdekan Prälat Dr. Helmut Kittel
wohnte dieser Feier bei. Oberbürgermeister Paul Röhner richtete
anläßlich seines 65. Geburtstages ein Geburtstagsschießen
aus. |
| 1994 | errichtete die Gesellschaft, aus Sicherheitsgründen, nach dem Entwurf
von Rudolf Koch im 50m KK – Stand und im 50m laufende Scheibe neue
Hochblenden, Seilzuganlagen und Kugelfänge und ermöglichten auch
dadurch Vorderlader-wettbewerbe. Am 24. und 25. Juni wurden dann auch auf
den neu umgebauten 50m, und anderen Stände erstmals die Bayerische
Vorderladermeisterschaft der Sportschützen ausgetragen. Mittlerweile
fand diese zum 9. Mal statt. Auch auf den Kegelbahnen hielt die neueste Technik ihren Einzug. Auf allen 4 Bahnen wurden computergesteuerte Anzeigen und Auswertmöglichkeiten installiert. |
| 1995 | erschien zu den 10. Bamberger-Schießsport-Tagen auf Ein-ladung,
der für den Sport zuständige Prälat Domdekan Hans Wich, um
seinen Ehrenschuss abzugeben. |
| 1995 | wurde auch ein, auf Dauer angelegtes, Internationales Jagd-bogenturnier
auf dem Bogenplatz durchgeführt. |
| 1996 | der neugegründete Förderverein zum Erhalt der Gründungsstätte
des Deutschen Schützenbundes 1861 in Gotha, wo Präsident Rudolf
Koch Gründungsmitglied ist, hielt nach der Gründung in Gotha seine
erste Mitgliederversammlung in Bamberg auf Kunigundenruh ab. Unter Leitung des Buchautors Willy Heckel entstand in enger Zusammenarbeit mit Rudolf Koch eine Chronik der Schützenge-sellschaft unter dem Titel "Von der mittelalterlichen Wehrgemeinschaft zum modernen Sportverein". Eine feierliche Präsentationsveranstaltung unter dem Motto, Stadtgeschichte ist gleich Schützengeschichte, mit Gästen aus Hamburg, Duderstadt, Goslar, Hildesheim, Uelzen, Berlin, Gotha, Lauscha und vielen aus Bamberg und dem Bayer. Raum, fand im Festsaal von Kunigundenruh statt. |
| 1997 | zu Ehren des Pächterwechsels, sowie der Neueröffnung und Einführung der Familie Balogh
(aus München) lud die Gesell-schaft zu einer Festveranstaltung, unter dem Motto "Vom Häusla zum
Hotel–Gasthof", ein. |
| 1997 | ein alljährlich stattfindendes Vogelschießen für Damen
wurde durch den ersten Gewehrschützenmeister, Heinrich Braun,
eingeführt. |
| 1997 | wurde die mittlerweile technisch veraltete Heizungsanlage durch eine moderne
DM 70.000 ,-- Zentralanlage erneuert. |
| 1998 | überstieg die Mitgliederzahl erstmals
die Zahl 800. |
| 1998 | findet zum ersten Mal der Deutschland-Cup der VL, unter der Leitung des
Referenten der VL des BSSB Karl-Peter Pöllmann auf Kunigundenruh statt.
Mit den 1306er Akteuren, Josef Merklein und Hans-Jürgen Fischer wurde
der Pokal von den Bayern gewonnen. |
| 1998 | anläßlich eines Empfanges auf Kunigundenruh, zu Ehren des 60.
Geburtstages von Präsident Rudolf Koch, der statt Geschenke um Sach-
und Geldspenden für den Einbau einer behindertenge-rechten Toilettenanlage
gebeten hat, erbrachte die Summe für den Einbau von DM 14.000.--. Eine
Rampe für Rollstuhlfahrer entlang des Gesellschaftshauses zum Haupteingang
wurde von dem Mitglied Peter Kempf gespendet und
gefertigt. |
| 1998 | Die Geschäftstelle wurde im Nebengebäude um ein Sitzungs-zimmer
und Archiv erweitert. |
| 1998 | Präsident Rudolf Koch erhält durch Oberbürgermeister Herbert
Lauer, verbunden mit dem Dank des Stadtrates und der Bürger-schaft für
den vorbildlichen Einsatz im Ehrenamt, das Ehren-zeichen des Bayerischen
Ministerpräsidenten verliehen. |
| 2000 | Eine Rekonstruktion der aus dem Jahre 1865 stammende Königs-kette
(Hauptkönig) wurde durchgeführt und eine neue Königskette
angefertigt. |
| 2000 | Der Aufruf des Präsidenten um Spenden für eine neue Fahne kam
an, sodass nicht weniger als 16.000.- DM eingingen. So konnte die Gesellschaft
im Besitz von 3 Fahnen aus 1682, 1865 und 1874, diese ersetzen und durch
eine Standarte, nach dem Entwurf von Rudolf Koch, anfertigen lassen. Schatzmeisterin
Christine Nastvogel übernahm die Patenschaft (Fahnenmutter) und erhielt
bei der Weihe das erste Fahnenband von Ehrenschützen-kommissar und Oberbürgermeister
der Stadt Bamberg, Herbert Lauer. Nach der Weihe fand zu Ehren der Spender,
die auf einer Erinnerungstafel verewigt sind, ein Fränkischer Abend
im Festsaal statt. |
| 2001 | am 21. Januar in der Mitgliederversammlung überreichte das Schützenpaar
Carmen und Manfred Wehner, aus der Bogen-abteilung, dem Präsidenten
der Schützengesellschaft eine Präsidentenkette. Die vom Künstler,
Manfred Wehner, selbst ge-fertigte Silberplakette hat einen Durchmesser von
7,5 cm und hat das Motiv des ältesten Stadtsiegels der Stadt
Bamberg. |
| 2001 | an der Giebelseite des Gesellschaftshauses lässt Präsident Rudolf
Koch, nach seinem Entwurf, durch den Bürgermeister der Gemeinde Litzendorf
Ottmar Konrad eine, vom Sportkegler Kupferschmiedemeister Theodor Deinlein
gefertigte und ge-stiftete, Kupfertafel mit der Geschichte des Hauses enthüllen.
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| 2002 | lässt die Gesellschaft die längst baufällige große
Scheune entfernen. |
| 2002 | begann Oberschützenmeister Rudolf Reuß mit dem Projekt, alle
34 Schießstände, mit Kugelfängen aus Spezialstahl
auszurüsten. |
| 2002 | anläßlich des Bay. Schützentages in Bamberg zeichnete
die Vorm. Privil. Schützengesellschaft für den Kameradschaftsabend.
In Anwesenheit von Josef Ambacher, 1. Landeschützenmeister des BSSB
und Präsident des Deutschen Schützenbundes, wurde ein Prominentenschießen
durchgeführt. Präsident Rudolf Koch überrechte Präsident
Ambacher das Ehrenzeichen der SG 1306 in Gold. |
| 2002 | Bezirkstagspräsident, Stadtrat und 1. Vorsitzender des Altenburg-vereins,
Edgar Sitzmann wird im Rahmen der Bamberger-Schießsport-Tage zum Ehrenkommandanten
der 1306er Böller-schützenkompanie ernannt. Sitzmann spendete der Gesellschaft
eine Standarte für die Böllerkompanie. |
| 2003 | Die 1306er Böllerschützen gaben den Startschuss zum 1. Welt-kulturerbelauf
in Bamberg. |
| 2003 | Auf den 4 Kegelbahnen wurden die 30 Jahre alten Seilzug-anlagen ausgewechselt
und mit den neuesten computergesteuerten Anlagen und Programmen
ausgestattet. |
| 2003 | Im Rahmen von Investitionen im Hotel und Gasthof wurden die 22 Fenster
in den Fremdenzimmern erneuert. |
| 2003 | Präsident Rudolf Koch wurde in das Ehrengericht des
BSSB berufen. |
| 2003 | Am 14. Juli folgte die Gesellschaft mit einer Fahnenabordnung und 4 Schützen
mit Damen einer Einladung zum 70. Geburtstag des Protektors der Bayer.
Schützen, seiner Hoheit Herzog Franz von Bayern, in das Schloss Nymphenburg
– München. |
| 2008 | Nach einer Amtszeit seit 1987 trat Präsident Rudolf Koch im Januar 2008 nicht mehr zur Wiederwahl an. Zum Nachfolger wurde Josef Roland gewählt. |
| 2010 | Im Januar 2010 ging das Amt des Präsidenten - in Personalunion mit dem des Oberschützenmeisters - an Rudolf Reuss über. |
Die Vorm. Privil. Schützengesellschaft 1306 Bamberg e. V. mit ihrer Perspektive "Nie am Ziel zu sein aber stets auf den Weg dorthin" bietet in ihrer Schieß-sporthalle und den 72 Schießständen für Kurz- und Langwaffen, auf dem FITA – Platz und Parcours für Bogenschützen, auf der computergesteuerten 4-bahnigen Bundeskegelbahn stets optimales Sporterlebnis für Gäste und Mitglieder. Stadt-, Gau-, Bezirks – und Bayerische Meisterschaften, sowie Länderkämpfe und Kaderlehrgänge sind auf der Schießsportanlage zu erleben. Stadtkönige, Gau-, Bezirks-, Bayerische- und Deutsche Meister sind in den Reihen der 1306er stets anzutreffen. Nicht nur das Alter (älteste Vereinigung Oberfrankens), nicht nur die Größe (größte Schützenvereinigung in Bayern), auch die gesellschaftlichen Bindungen nach Gotha, Duderstadt, Uelzen, Goslar und Lauscha/Th., sowie die regel-mäßigen Besuche der traditionellen Bundestreffen der ältesten Schützen-vereinigungen Deutschlands, auch die Mitgliedschaft und Mitarbeit im Förder-verein zur Erhaltung der Gründungsstätte des Deutschen Schützenbundes von 1861 in Gotha, tragen zur bestehenden überörtlichen Popularität und dem Ansehen der Vorm. Privil. Schützengesellschaft1306 e. V. bei. Auch unsere Chronik unter dem Motto "Von der mittelalterlichen Wehrgemeinschaft zum modernen Sportverein" von Buchautor Willy Heckel, macht uns durch ihre Art und Inhalt weit über die Grenzen Bambergsbekannt. Mit der Einführung und alljährlich stattfindenden "Bamberger Schießsport-Tage" rückte die Schützengesellschaft - mit ihrer Tradition- und Brauchtumspflege in den letzten 15 Jahren - wieder stark in den Vordergrund. Das Wiederaufleben, nach 300 Jahren, des Bürgerkönigschießens, des Ratsherrenschießens und des Zunft- und Handwerkerschießens in Verbindung mit historischen Ausstellungen, bringt den Schießsport allgemein und die Historie des Bamberger Schützenwesens im Besonderen, den Bürgern wieder ins Bewusstsein. Die Vorm. Privil. Schützengesellschaft von 1306 hat im Allgemeinen in den zurückliegenden Jahren in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht eine enorme Aufwertung erfahren, die sich auch im großen Mitgliederzuwachs niederschlägt. Das Gesellschaftshaus mit einer hervorragenden Gastronomie und Gäste-zimmern, bietet mit seiner einmaligen topographischen Lage, seiner Aus-stattung und besonderem Ambiente stets einen Ort der Begegnung mit besonderer Atmosphäre für Sportler, Mitglieder und Gäste. |
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